Mein erstes Mal: Final Fantasy 6

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Mit Final Fantasy 6 von 1994 zählt zu den besten Konsolenrollenspielen aller Zeiten. Wie schlägt sich der Klassiker heute?

Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

Final Fantasy 6, ursprünglich 1994 nur in Japan und den USA für das Super Nintendo veröffentlicht, ist ein Rollenspiel, das nicht wenige als das ultimative Genre-Meisterwerk bezeichnen, als den Höhepunkt der 16-Bit-Ära, als den Gipfel der Pixelkunst. Ich besaß 1994 zwar ein Super Nintendo, auf dem ich The Legend of Zelda: A Link to the Past und Super Mario World rauf und runter spielte, es war allerdings ein PAL-Gerät. Für eine Importkonsole plus Spiel fehlte mir damals das Geld; ich sparte lieber auf meinen Autoführerschein. Und auch als Final Fantasy 6 später dank Umsetzungen für die erste PlayStation-Konsole, den Game Boy Advance und die Wii (via Virtual Console) erhältlich war, habe ich es versäumt, und es blieb an der Spitze meiner immer länger werdenden „Spiele, die ich irgendwann mal nachholen werde“-Liste. (Die laut Meinung eines geschätzten Kollegen „völlig verhunzte“ Mobile-Umsetzung für iOS und Android klammere ich an dieser Stelle übrigens bewusst aus.)

Dabei ich habe durchaus schon reichlich Zeit mit der Final-Fantasy-Saga verbracht, die Teile sieben bis zehn allesamt zumindest angespielt und mich auch in den Online-Ablegern ausgetobt. Final Fantasy 7 gehört sogar zu meinen absoluten Lieblingstiteln auf der PlayStation, weshalb ich mich schon sehr auf das Remake freue. Mit Final Fantasy 8 verbindet mich indes eine Hassliebe, weil ich als junger Redakteur beim Magazin fun generation (R.I.P.) auf Basis der japanischen Version eine seitenlange Titelstory erstellen musste.

Dank des Super Nintendo Classic Mini , auf dem das Spiel als Final Fantasy 3 – so hieß die US-Version – vorinstalliert ist, kann man den Klassiker mittlerweile problemlos auf modernen 4K-Fernsehern spielen. Es ist ein Spiel, das auch 25 Jahre nach seiner Urveröffentlichung von seinen Fans kultisch verehrt wird. Nicht umsonst habe ich Final Fantasy 6 ausgewählt, um damit meine neue Artikelreihe zu eröffnen. Und nach über 30 Stunden Spielzeit kann ich sagen: Ja, der Hype ist gerechtfertigt – das Spiel ist in der Tat der Meilenstein, von dem ich so oft gelesen und gehört habe. Aber der Reihe nach.

Von Anfang an magisch

Nachdem ich die letzten Jahre vor allem in den offenen 3D-Welten eines Skyrim und in MMO-Shootern wie Destiny 1 und 2 verbracht habe, ist der Einstieg in Final Fantasy 6 mit seiner 2D-Pixeloptik ziemlich gewöhnungsbedürftig. Doch kaum ist das Intro gestartet, zieht mich die Atmosphäre in ihren Bann, bin ich von Story, Setting und Charakteren fasziniert. Final Fantasy 6 ist von der ersten Sekunde an großes Kino! Gut für mich: Wie bei den anderen Ablegern der Rollenspielreihe steht die Handlung für sich und erfordert keinerlei Kenntnisse der Vorgänger.

Der vollständige Artikel ist am 29. Juni 2019 bei PC Games.de erschienen.